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unsere Untersuchungs- und Therapieschwerpunkte

Brustkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen der Frau; etwa jede 12. ist hiervon betroffen. Aber auch Männer erkranken an Brustkrebs, wenn auch selten.

Mit der Mammographie können kleinste Einzelheiten der Brust sehr gut dargestellt werden, so dass oft schon winzige Verkalkungen (Mikroverkalkungen, häufig der erste Hinweis auf Krebs) und kleinste Tumoren nachweisbar sind. Bei Tumoren dieser Größenordnung sind die Lymphknoten in den Abflussgebieten der Geschwulst meist noch nicht befallen, die Aussichten auf Heilung nach der Behandlung sind folglich sehr gut. Bei bösartigen Tumoren kann in den meisten dieser Fälle brusterhaltend operiert werden. Die Mammographie ist damit jeder anderen Früherkennung weit überlegen.

 

Mit zunehmendem Alter wächst auch das Brustkrebsrisiko. Daher wird die Mammographie empfohlen:

 

als reine Vorsorge- oder Screening-Mammographie

  • erstmals um das 35. Lebensjahr; so können das Drüsengewebe beurteilt und Risikofaktoren erkannt werden (Basismammographie).

  • ab dem 40. Lebensjahr in zunächst einjährigen Abständen.

  • ab dem 50. Lebensjahr in zweijährigen Abständen.

 

als sogenannte "diagnostische Mammographie"

  • weil ein Knoten oder eine Verhärtung (mit oder ohne Schmerzen) vorhanden sind, oder weil der Arzt verdächtige Lymphknoten in der Achselhöhle getastet hat. Je nach Untersuchungsergebnis, empfehlen sich Punktion, Operation oder weitere Kontrollen in  6-, 12- bis 24 monatigen Abständen.

  • weil ein erhöhtes Risiko für eine Brustkrebserkrankung besteht (eigene Krebserkrankung oder Operation einer Krebsvorstufe). In diesem Falle sind - unabhängig von Ihrem Alter - jährliche Mammographien ratsam, in jüngeren Jahren evtl. kombiniert mit einer Ultraschalluntersuchung.

 

 

Die für ein gutes Mammogramm erforderliche Strahlendosis ist durch die technische Entwicklung der letzten zehn Jahre konstant zurückgegangen. Ein Zusammenhang zwischen Mammographie und Entstehung von Brustkrebs hat sich in den vergangenen 25 Jahren nicht nachweisen lassen. Ein minimales Restrisiko durch die Bestrahlung der Brustdrüse ist dennoch mit letzter Sicherheit nicht auszuschließen. Akute gesundheitliche Schäden und sonstige Komplikationen durch die Mammographie sind nicht bekannt.

 

Wie erfolgt die Untersuchung?

Wie beim digitalen Röntgen kommen bei der Mammographie eine Röntgenröhre und ein digitaler Röntgenfilm zum Einsatz. Die Brust wird zwischen Röntgenröhre und Filmtisch gelegt und mit einer Kompressionsplatte vorsichtig zusammengedrückt. Die für ein gut beurteilbares Röntgenbild notwendige Strahlendosis ist umso niedriger, je mehr die Brust zusammengedrückt wird. Sagen Sie bitte der Assistentin, wann dieser Vorgang zu schmerzhaft wird und sie mit dem Zusammendrücken aufhören soll.

 

Von jeder Brust werden anschließend 2 Aufnahmen angefertigt (eine von oben, eine schräg/seitlich).  Bei unklaren Veränderungen ist manchmal noch eine dritte oder vierte Aufnahme notwendig.

Vor oder - was häufiger der Fall ist - nach der Mammographie tastet der Arzt Ihre Brüste und Achselhöhlen ab. Er betrachtet sie auf Formgleichheit, eingezogene Hautareale oder Narben bzw.  Veränderungen der Brustwarze sowie der Milchgänge. So kann er die erhobenen Befunde mit dem Röntgenbild vergleichen.

Leider ist nicht jeder Tumor mammographisch nachweisbar; ein Teil ist besonders bei dichtem Brustgewebe nicht zu erkennen, weshalb vielfach der Ultraschall, die Feinnadelpunktion oder Kernspintomographie ergänzend zur Mammographie erforderlich werden. Falls bei Ihnen eine dieser Methoden vorgesehen ist, werden Sie darüber gesondert aufgeklärt.

 

 

 

Die Mammasonographie ist eine diagnostische Maßnahme, welche ohne Röntgenstrahlen auskommt. Die Sonographie basiert auf Schallwellen hoher Frequenz (Ultraschall), welche vom Schallkopf des Gerätes ausgesendet und von Körperstrukturen reflektiert werden. Die zurückgeworfenen Schallwellen können registriert und als Bild dargestellt werden. Mit Hilfe eines wasserhaltigen Gels zwischen Schallkopf und Haut wird die Übertragungsqualität verbessert.

Zwar besitzt die Untersuchungsmethode aufgrund der ihr zugrundeliegenden Technik gewisse Limitationen, stellt jedoch eine gute Ergänzung zur Mammographie bei der Erkennung von gutartigen oder bösartigen Veränderungen im Brustgewebe dar.

 

 

Wie sind die Erfolgsaussichten?

Brustkrebs lässt sich mit den modernen Untersuchungsmethoden mit ca. 95%iger Sicherheit ausschließen.

Ein 100%igen Tumorausschluss gibt es leider nicht, denn die Geschwulst muss erst eine bestimmte Größe erreichen, bevor man sie in normal dichtem Brustgewebe erkennen kann.  Circa 85% aller Brusttumoren wachsen sehr langsam, sodass es 5 bis 10 Jahre dauert, bevor sie mammographisch nachweisbar werden. Bis zur Ertastbarkeit dauert es gar 2-3 Jahre länger. Aus diesem Grunde sind Vorsorge-Mammographien in regelmäßigen Abständen sinnvoll. So können Tumoren, die noch nicht tastbar sind, schon im Frühstadium erkannt werden.                  

Sie sollten auch nach der Mammographie regelmäßig eine Selbstuntersuchung der Brust durch Abtasten, möglichst nach der Monatsblutung, durchführen.

 

 

Bitte bringen Sie zur Untersuchung den ausgefüllten Patientenaufklärungsbogen mit.

 

Mammographie / Mammasonographie